Vorstellung Hubert Kraus

Im zweiten Teil der Vorstellung unserer Koryphäen widmen wir uns dem Gründer und Ehrenpräsident Hubert Kraus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hubert, wie hat es überhaupt angefangen mit dem Tischtennissport hier in Stierstadt?

Bereits im Alter von 10 und 11 haben wir als Jungs Tischtennis auf großen Tischen mit Netzen von zwei Zwingen und einer Schnur gespielt. Mein Wunsch war immer, mal einen Tischtennisclub zu gründen und richtig Tischtennis zu spielen. Doch bis dahin war es ein weiter Weg …

1961 habe ich mit Vereinstischtennis beim TV Weißkirchen angefangen und schon zwei Jahre später habe ich meine erste Urkunde beim 3.Platz im Schülereinzel in Anspach gewonnen. Im Halbfinale zog ich gegen den noch heute in der Bezirksklasse spielenden Jürgen Ernst mit zweimal 21:19 den kürzeren.

1965 teilte mir Hans Aumüller mit, dass der TV Stierstadt eine Tischtennisabteilung aufbauen möchte und ob ich dabei wäre. Ich habe spontan zugesagt, um mir die Wege bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad nach Weißkirchen zu ersparen.

Es wurde dann in der Jahreshauptversammlung des TV Stierstadt im März 1966 im Gasthaus „Zum Taunus“ (Schreiber) die Gründung einer Tischtennisabteilung beschlossen.
Gründungsmitglieder waren: Hans Aumüller, Arno Menzel, Peter Lauer, Gerhard Richter, Winfried Urban und ich.
Weitere Details hierzu sind im Historienteil unserer Hefte zum 40 + 50-jährigen Jubiläum und in der Homepage zu lesen.

Ergänzend ist hierzu folgendes anzumerken: Der Vorstand des Turnvereines hat beschlossen, der neuen Tischtennisabteilung 30,00 DM für die Anschaffung von Spielmaterial (Platten, Netze, Bälle usw.) zur Verfügung zu stellen. Dank guter Beziehungen in Stierstadt ist es uns gelungen 4 halbe Holzplatten, 4 Dachlatten und 4 verrostete Eisenböcke aufzutreiben. Die erforderlichen Anstricharbeiten (Entrostung und Grünanstrich) wurden vom Hans gemacht. Hans und ich haben dann in Frankfurt beim Woolworth auf der Zeil drei Netzte zum Set-Sonderpreis von 5,00 DM, sowie für 3,00 DM Bälle erworben. Es waren Stricknetze mit Holzpfosten. Es wurden für alle benötigten Dinge 29,00 DM ausgegeben. Die übrige 1 DM musste an den Turnverein zurückgegeben werden.

Nachdem wir auf Antrag 1967 in den HessichenTischtennisverband aufgenommen wurden, mussten wir für jeden vorgesehenen Mannschafts-Spieler über einen gesonderten Antrag Spielerpäße beantragen. Dies war erforderlich um an Meisterschaftsspielen teilzunehmen.
So haben wir angefangen! 🙂

Wie würdest Du Deinen Spielstil beschreiben?

In jungen Jahren habe ich den Angriff mit Vorhandtopspin bevorzugt. Mit zunehmendem Alter wurde ich langsamer und so kam zunehmend auch ein bisschen Verteidigung hinzu. Im heutigen Spielbetrieb kann ich mich noch ab und zu auf meine gute Rückhand verlassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hast du einen Spitznamen – und wie kam es dazu?

Bei älteren Bürgern von Stierstadt werde ich seit den 60ziger Jahren bis heute „Vize“ genannt. Dies hat mit Tischtennis nix zu tun. Das kommt daher, das ich im Rathaus Stierstadt ein enger Mitarbeiter des damaligen Bürgermeisters war und man in mir seinen Stellvertreter, genannt „Vize“, gesehen hat.

Erzähl uns bitte etwas über Deine bisherigen Erfolge:

In den 59 Jahren in denen ich jetzt Tischtennis spiele sind es zu viele geworden, um diese hier alle aufzuzählen. (Wer mag kann ja bei den Vereinsmeisterschaften stöbern; dort ist sicherlich auch mein Name zu finden ;-))
Hervorheben möchte ich aber diese Erfolge:
Kreispokalsieger 1970 mit Matulat & Kopp
Verleihung des Titels „Ehrenpräsident Tischtennisabteilung“ im Jahre 2000
Bezirksmeister 2015 bei den Senioren im Doppel mit Jürgen Ernst (s.o.)
Mehrmals für die hessischen Meisterschaften der Senioren qualifiziert
Teilnahme an mehreren Senioren EMs & WMs
Gründung der „Tischtennis-Senioren“ im Jahr 2009
Verleihung der Spielerverdienstnadeln von Bronze bis Gold 50 und verschiedene Nadeln durch die Stadt Oberursel
Hessische Ehrennadel in Silber

Apropos Tischtennis Senioren. Wie kam es dazu?

Nachdem ich am 15.11.2008 in den Vorruhestand ging, hatte ich vormittags Zeit und so fragte ich Freunde und Bekannte – und schwups war zum 01.01.2009 eine Tischtennis-Seniorengruppe gegründet worden. Seitdem trainieren wir jeden Dienstagvormittag in der Vereinsturnhalle.
Am Anfang waren dabei: Hubert Kraus, Hans Aumüller, Werner Spehr, Peter Lauer und Franz Ortanderl. Nach einem Aufruf in der Presse haben sich dann 5 Damen mit leichten Kenntnissen gemeldet. Von diesen Damen ist bis heute nur Margarete Dörmer noch aktiv und dies sogar überaus erfolgreich, konnte sie sich doch schon für verschiedene Hessenmeisterschaften qualifizieren.
Zurzeit besteht die Seniorengruppe einschließlich Hobbyspieler 13 Personen. Aus dieser Truppe geht auch die 5. Herrenmansnchaft hervor.
Wir veranstalten jährlich ein Faschings-Doppelturnier sowie eine kleine Weihnachtsfeier mit Jahresabschluss. Außerdem gehen wir gemeinsam auf Ausflüge und seit 2014 sind wir sehr eng und freundschaftlich mit den Oberurseler Werkstätten verbunden.

Hast Du im Verein oder darüber hinaus einen Lieblingsdoppelpartner und warum?

In früherer Zeit hatte ich jahrelang ein erfolgreiches Doppel mit dem Linkshänder Bernd Baars, später dann mit dem Noppenabwehrer Hans Aumüller. Hans und ich waren als „Gründerdoppel“ im Hochtaunuskreis gefürchtet. Heutzutage gibt es wechselnde Doppelpartner mit denen es allesamt Spaß macht.

Du hast ja schon einige Regeländerungen mitbekommen. Gehen wir das mal der Reihe nach durch.

40mm Bälle statt 38mm:
Für Senioren ideal, da nicht mehr so schnell.

Plastikball:
Plastik war leichter und konnte mit weniger „Kraft“ geschlagen werden.

Satz bis 11 statt 21 und damit einhergehend drei statt zwei Gewinnsätze:
Nicht so gut. Bei 21 konnte der Gegner ruhig mal 4 bis 5 Punkte führen und es war noch Zeit um zu gewinnen. Bei 11 musst Du permanent dran bleiben.

Hast Du noch weitere Hobbies außer Tischtennis?

Besonders mit vier weiteren Stierstädtern um die Geschichte von Stierstadt in der Stierstädter Heimatstube kümmern und Ausstellungen und Filmabende organisieren. Radfahren und meine verschiedene Sammlungen pflegen.

Wie siehst Du unsere Abteilung für die Zukunft aufgestellt und welchen Platz möchtest Du darin einnehmen?

Ich freue mich, dass mein Traum mit der Abteilungsgründung in Erfüllung ging und blicke heute auf eine gute und erfolgreich geführte Abteilung.
Ich wünsche mir, dass immer genug Nachwuchs kommt und auch dabeibleibt, auch um uns „Alte“ mal abzulösen.
Ich hoffe das ich noch lange die Seniorengruppe leiten kann und wir Ältere alle noch lange spielen können.

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